Manfred Dolde

nun ist das Holz, das als natürlich gewachsener Rohstoff in seiner Umgebung allgegenwärtig ist, zu seinem primären Werkstoff und zum Ausgangspunkt seiner plastischen Arbeit geworden... Während Manfred Dolde in der vorangegangenen Werkgruppe auch leichte Holzer wie zum Beispiel Pappel oder LInde verwendete, kommen nur hauptsächlich harte Hölzer wie Eiche, Zwetschge, Robinie oder Olive zum Einsatz. aus ihnen entstehen, sämtlich aus einem Block, unter dem Einsatz der Kettensäge Skulpturen. Die Kettensäge als ursprüngliches Werkzeug des Zertrennens und Zerstörens wird hier zum Formungswerkzeug des Künstlers. Es steht jedoch nicht der Kraftakt mit dem Arbeitsgerät im Vordergrund sondern vielmehr der genau kalkulierte Einsatz des schwertartigen Werkzeugs und die sensibele Auslotung des plastischen Materials. Ihr Einsatz ist äußerst feinfühlig, immer hart am Rande der Möglichkeiten des Materials entlang, denn, ein Schnitt zu teif und das Gefüge könnte brechen. ...zunächst sägt Dolde aus den Baumstammen Blöcke heraus, die die Ausgangsform der Skulpturen festlegen. Im nächsten Schritt geht es darum, Raum im Inneren des Holzes freizulegen, was durch das Aufsägen von konträren Linienführungen auf zwei verschiedenen Seiten des Blockes geschieht. Durch diesen Vorgang ergibt sich ein zwangläufiges Aufeinandertreffen der Linien im Inneren des Blocks, was gitterähnliche Strukturen und Durchblicke schafft, die